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Radln für Tempo 30

Eine Bilanz der fünftägigen ÖDP-Radtour von Dr. Maiken Winter

ÖDP-Bundestagskandidatin Dr. Maiken Winter ist vom 22. bis 26. Juli 2017 durch unseren Wahlkreis geradelt. Dabei machte sie an verschiedenen Stationen Halt, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und um für die ÖDP-Kampagne „Mensch vor Auto“ Unterschriften zu sammeln. Die Kampagne beinhaltet die Forderung nach „Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in allen Städten und Dörfern – ausgenommen Durchgangsstraßen“. Dabei hat sie auch einige Zwischenstationen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen eingelegt – u. a. in Murnau, in Oberammergau und in Garmisch-Partenkirchen.

Ein Auszug aus ihrem Bericht:

Um unsere Kampagne 'Mensch vor Auto' bekannter zu machen, bin ich fünf Tage lang durch unseren Wahlkreis geradelt - von Raisting über Murnau, Oberammergau, Garmisch nach Penzberg. Ich habe also keine langen Strecken zurückgelegt. Die Tour ging auch nicht darum, einen Rekord aufzustellen, sondern darum, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und Unterstützung für unsere Kampagne zu finden. Dabei habe ich einige sehr schöne Erlebnisse gehabt.

In einem Ort sammelte ich Unterschriften vor der lokalen Bäckerei. Dort parkte ein großer Pickup-Truck, dessen jungen Fahrer ich erst gar nicht ansprach - denn ich nahm an, dass er sicherlich nicht unsere Kampagne unterstützen würde. Meine Überraschung war groß, als er ganz begeistert auf mich zukam. Nicht nur, dass er sofort unterschrieb, er organisierte auch gleich mehrere andere Leute, die unsere Kampagne unterstützten; noch dazu bekam ich einen Cappuccino von der Besitzerin der Bäckerei spendiert. Vorurteile können also vollkommen falsch sein. Darauf werde ich in Zukunft mehr achten - sonst verpasse ich eventuell eine tolle Einladung!

In einem anderen Ort unterhielt ich mich sehr lange mit einem redefreudigen älteren Herrn, der am Ende ohne Unterschrift von dannen zog. Das war etwas frustrierend, denn in der Zeit hätte ich einige Unterschriften sammeln können. Als der gleiche Herr nach einiger Zeit (in Regen und Kälte) noch einmal auftauchte, war ich daher nicht wirklich begeistert - doch wer hätte das gedacht? Er meinte, dass ich mir seiner Stimme sicher sein könne, und wenn ich schon so lange dastehe, dann unterschreibe er auch. Interessant, was Menschen zur Unterstützung bewegt: Durchhaltevermögen wurde in diesem Fall wohl genauso stark geschätzt wie das Thema an sich.

Viele andere Menschen unterschrieben sofort, ohne genau durchzulesen, was auf unserer Liste steht - es war sehr schön, dass noch so viele Menschen einem Vertrauen schenken! Interessant war, dass fast jeder unterschrieb, wenn ich erwähnte, dass wir die Unterschriftenliste Alexander Dobrindt überreichen wollen. Da kamen oft Kommentare wie "Oh, Dobrindt?! Ärgert ihn das? Dann unterschreibe ich sofort!" Da konnte einem unser Verkehrsminister fast leid tun...

Insgesamt hat es sehr gut getan, sich einige Tage ganz auf das Radln zu konzentrieren; nur daran zu denken, ob es sich lohnt, die Regenjacke auszuziehen oder nicht, wo der Weg abbiegt und wo ich mich am besten für die Unterschriftensammlung platziere. Jedem, der sich gerne einmal kostensparend und klimafreundlich erholen möchte, empfehle ich eine Radltour durch's wunderschöne Blaue Land - gerne mit einigen Unterschriftenlisten im Gepäck.

 

 

 


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