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ödp-Landratskandidat Herbert Stöckl: "Ich gebe nicht kampflos auf"

Landkreis GAP. "Ich habe die Bewerbung um das Amt des Landrats nicht kampflos aufgegeben." Dies machte der 40-jährige Diplom-Physiker und ödp-Landratskandidat Herbert Stöckl entgegen anderslautenden Behauptungen in einer offiziellen Stellungnahme deutlich. Da Gegenbewerber außerhalb der Mehrheitspartei allerdings kein Sprachrohr hätten, das sie günstig in Szene setzt, könne dieser Eindruck wider alle Bemühungen schon einmal entstehen.

"Ganz sicher ist Amtsinhaber Harald Kühn ein fleißiger Landrat", so Stöckl, "und für Menschen, denen ein ‚Weiter so‘ ausreicht, ist das vermutlich auch in Ordnung. Aber ich könnte mir etliche Veränderungen vorstellen, die sich positiv für den Landkreis auswirken würden." Als Beispiele nennt er nachfolgend etwa die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Hauptort, die Arbeit des Kreistags und die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs.

 

Die ins Persönliche gehende Feindschaft zwischen dem Landrat und dem Bürgermeister von Garmisch-Partenkirchen habe in den letzten Jahren einige Reibungsverluste verursacht. "Unabhängig davon, wer nach dem 2. März in Garmisch-Partenkirchen an der Spitze ist: Persönliche Animositäten werden meine Amtsführung nicht trüben", betont Stöckl.

Zudem möchte der ödp-Herausforderer mehr offene Diskussionen im Kreistag, "nicht komplett durchinszenierte Veranstaltungen, in denen Zwischenfragen nicht gerne gesehen werden". Die Kreisausschüsse seien sicher wichtige Gremien, "aber die im Kreistag versammelten Räte haben zusätzliche Kompetenzen, die man nicht ohne Not übergehen sollte." Das diene der Sache und der Transparenz. Versteckspielchen hinter den Einschränkungen des Haushalts und diversen Brüsseler Gesetzen seien so nicht mehr möglich: In Zukunft müsse klarer werden, wer wofür stehe.

Als drittes Beispiel nennt Stöckl den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dem wieder größeres Gewicht eingeräumt werden müsse. "Angesichts steigender Ölpreise werden in den nächsten Jahren mehr und mehr Leute auf Fahrten mit dem eigenen PKW verzichten wollen und müssen." In Zukunft sei ein intelligenter Einsatz des ÖPNV gefragt – etwa durch den zweispurigen Ausbau der Bahnlinie bis nach Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald, oder durch ein Sammeltaxi-Anrufsystem, wie es in anderen Landkreisen üblich und erprobt sei. Stöckl: "Ist es vertretbar, dass man von Garmisch-Partenkirchen aus abends ohne Auto nicht einmal mehr ins Ammertal kommt, es sein denn, man fährt mit dem Zug über Murnau?"

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