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Pressemitteilung

Rolf Beuting: „Familien stärken – Krippen entlasten“ / ÖDP-Kreisverband unterstützt Petition

Landkreis GAP. – Der ÖDP-Kreisverband Garmisch-Partenkirchen wendet sich mit der Petition „Familiäre Kinderbetreuung fördern, Kitas entlasten“ an den Bayerischen Landtag. Die Aussage von Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf, dass „das System Kinderbetreuung die Belastungsgrenze überschritten“ habe, sowie den geplanten Abbau von Standards in der Kleinkindbetreuung finden Vertreter der Landkreis-ÖDP „alarmierend“.

Familien stärken, Krippen entlasten: ÖDP-Kreisvorsitzender Rolf Beuting sowie Angela und Daniel Dein mit ihren 2-jährigen Töchtern werben für die ÖDP-Petition.

Familien stärken, Krippen entlasten: ÖDP-Kreisvorsitzender Rolf Beuting sowie Angela und Daniel Dein mit ihren 2-jährigen Töchtern werben für die ÖDP-Petition.

Die Landkreis-ÖDP will eine öffentliche Debatte anstoßen mit dem Ziel, die familiäre Erziehungsarbeit für Kinder unter drei Jahren finanziell besser zu honorieren, mehr Wertschätzung für die familiäre Kinderbetreuung und somit auch eine bessere Betreuung in öffentlichen Einrichtungen zu ermöglichen. Das Ziel der Initiative: Die familiäre Erziehungsarbeit für Kinder unter drei Jahren soll finanziell besser honoriert werden. Im Anschluss an das Elterngeld des Bundes soll der Freistaat zwei Jahre lang ein monatliches Landesfamiliengeld zahlen, das den staatlichen und kommunalen Kosten eines Krippenplatzes pro Kind und Monat entspricht.

„Druck aus den Familien nehmen“

„Wir wissen, dass viele Mütter und Väter ihre Kinder gerne gemeinsam zuhause betreuen würden, was aber nicht möglich ist, wenn beide in Vollzeit arbeiten müssen.“ Der ÖDP-Kreisvorsitzende Rolf Beuting sieht in einem Landesfamiliengeld die Chance, „den Eltern den finanziellen Druck zu nehmen“ und ihnen zugleich „die freie Entscheidung einzuräumen, ob sie ihre unter dreijährigen Kinder selbst betreuen oder in eine Krippe mit optimalem Betreuungsschlüssel geben wollen“. Ein Landesfamiliengeld ab dem zweiten Lebensjahr könne hier eine echte Unterstützung sein. Sie fördere zudem das grundsätzliche „Ja zum Kind“ und entlaste die Krippen. Die Erhöhung der Gruppengrößen sowie der Einsatz von Assistenzkräften seien keine nachhaltigen Lösungen für den dramatischen Fachkräftemangel in den Krippen, zumal in den so sensiblen ersten drei Lebensjahren der Kinder. Er kenne das Argument, dass dann ja auch „die Falschen“ das Geld erhalten würden. Das stelle zunächst alle Eltern unter einen völlig unangemessenen Generalverdacht, und im Übrigen sei beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen das „Wächteramt“ des Staates zuständig, das dann entsprechende Hilfemaßnahmen einleite.

Familienarbeit endlich gesellschaftlich anerkennen

Die stellvertretende ÖDP-Kreisvorsitzende und Oberammergauer Gemeinderätin Katharina Floßmann meint, dass es mit Blick auf die spätere Rente sowie die immense gesellschaftliche Bedeutung der „Familie als Rückgrat der Gesellschaft“ notwendig sei, die familiäre Kinderbetreuung endlich entsprechend zu honorieren. „Ein steuer- und sozialabgabenpflichtiges Familiengeld würde dem angemessen Rechnung tragen.“

Petition läuft noch bis 1.2.2023

Die Petition „Familiäre Kinderbetreuung fördern, Kitas entlasten“ kann auf Papier oder online unterstützt werden, sie läuft bis zum 1. Februar (weitere Informationen: www.oedp-bayern.de). Auf den Weg gebracht wurde die Petition zusammen mit Martha Altweck-Glöbl. Sie ist Vize-Landrätin im Landkreis Straubing-Bogen und seit April 2022 stellvertretende Landesvorsitzende der ÖDP Bayern. Die Diplom-Sozialpädagogin bildete bis 2021 an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Straubing Erzieherinnen aus.

Vortrag am 26.1.2023 in Huglfing

Gemeinsam mit dem ÖDP-Kreisverband Weilheim lädt die Landkreis-ÖDP alle Interessierten zu einem Vortrag mit Martha Altweck-Glöbl. Sie wird zum Thema „Familien stärken – Krippen entlasten“ sprechen, die Petition vorstellen und gerne Rede und Antwort stehen. Der Vortrag findet am 26. Januar 2023 (Donnerstag) ab 19.30 Uhr im Gasthaus zur Moosmühle in Huglfing statt. Interessierte sind herzlich eingeladen!

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