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Rolf Beuting: „Wir rennen offene Türen ein“

Landkreis-ÖDP zieht erfolgreiche Zwischenbilanz zum bayernweiten Artenschutz-Volksbegehren „Rettet die Bienen!“

Gemeinsam für Artenschutz: die ÖDP-Kreisvorsitzenden Agnes Edenhofer und Rolf Beuting zusammen mit Volksbegehren-Koordinator Thomas Prudlo (2. v. li.) sowie der Biologin und ÖDP-Landtagskandidatin Dr. Maiken Winter (3. v. li.).

Gemeinsam für Artenschutz: die ÖDP-Kreisvorsitzenden Agnes Edenhofer und Rolf Beuting zusammen mit Volksbegehren-Koordinator Thomas Prudlo (2. v. li.) sowie der Biologin und ÖDP-Landtagskandidatin Dr. Maiken Winter (3. v. li.).

Landkreis GAP. – „Stoppt das Artensterben, rettet die Bienen!“ Unter diesem Motto sammelte auch die Landkreis-ÖDP in den letzten zwei Monaten Unterschriften für das gleichnamige bayernweite Volksbegehren. Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Weit über 1.000 Unterschriften konnten allein an Infoständen in Garmisch-Partenkirchen, Murnau, Mittenwald und Oberammergau gesammelt werden. „Die Resonanz ist riesengroß, wir rennen bei den Menschen offene Türen ein“, bilanziert der ÖDP-Kreisvorsitzende und Murnauer Bürgermeister Rolf Beuting.

„Möglichkeit, etwas zu bewegen“

„Wir sind äußerst zufrieden mit dem Zulauf. Dies belegt das enorme Interesse am Volksbegehren und am Thema Artenschutz“, so Beuting. „Viele Menschen an den Infoständen äußern sich sehr besorgt über den enormen Rückgang der Artenvielfalt. Das Volksbegehren gibt ihnen die Möglichkeit, etwas zu bewegen, an einer positiven Lösung mitzuwirken – statt in Resignation und Ohnmacht zu verfallen.“

Wie dramatisch das Artensterben voranschreitet, belegen verschiedene Studien. In Teilen Deutschlands habe die Masse an Fluginsekten innerhalb von 27 Jahren um über 75% abgenommen. Seit 1965 ist die Zahl der Vögel in Deutschland um ca. 65% zurückgegangen, über 50% der Bienen-Arten stehen auf der Roten Liste. „Es gibt vieles, was darauf hindeutet, dass wir es mit einem Massensterben bei den Insekten zu tun haben“, verdeutlicht Beuting die Ernsthaftigkeit der Lage.

Volksbegehren – die letzte Chance?

In Deutschland leben rund 48.000 Arten – davon etwa 33.000 Insekten, 9.500 Pflanzen und gut 300 Vögel. Die Situation sei ernst – doch „Rettung ist weiterhin möglich“, meint Beuting. Viele Arten seien noch vorhanden, wenn auch in reduzierter Zahl. Für Bayerns Bürgerinnen und Bürger ist das Volksbegehren die einzige Möglichkeit, direkt in die Gesetzgebung einzugreifen und das bayerische Naturschutzgesetz zu ändern. Das von der ÖDP initiierte Volksbegehren setzt insbesondere auf die Schaffung von Biotop-Verbünden, mehr Blühwiesen, eine auf Naturkreisläufe und Artenschutz ausgerichtete Ausbildung junger Landwirte und den Ausstieg aus der „Turbo-Landwirtschaft“; so seien staatliche Agrar- und Forstflächen in absehbarer Zeit auf ökologische Bewirtschaftung umzustellen. „Es geht uns tatsächlich um die Bewahrung der Arten – und um den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft. Beides geht Hand in Hand“, betont Rolf Beuting.

Unterstützt wird das Volksbegehren nicht nur von namhaften Wissenschaftlern, sondern mittlerweile von über 80 Bündnispartnern, darunter politische Parteien wie SPD und Bündnis 90/Die Grünen, Umweltschutzorganisationen, Imker- und Landbauverbände.

Endspurt bis zur Einreichung der Unterschriftenlisten

Bis Ende September will das Bündnis nicht nur die erforderlichen 25.000 Unterschriften sammeln, die für die Zulassung eines Volksbegehrens notwendig sind: Vielmehr wolle man ein eindrucksvolles Signal setzen und peile an, mehr Unterschriften einzureichen als bei jedem bisherigen Volksbegehren in der bayerischen Geschichte. In der nächsten Phase, hin zum eigentlichen, zweiwöchigen Volksbegehren, strebt die ÖDP gemäß Rolf Beuting „ein großes Bündnis für Artenschutz an, auch im Landkreis“.

Die letzten Volksbegehren-Infostände der Landkreis-ÖDP finden am 22. September in Mittenwald und am 29. September in Oberammergau statt. Anfang Oktober sollen die Unterschriften im bayerischen Innenministerium eingereicht werden.

Mehr zum Volksbegehren:

volksbegehren-artenvielfalt.de

Unterschriftenstand in der Murnauer Fußgängerzone: Blickfang ist das 3 PS starke „Bienenrettungsmobil“ APE, das derzeit in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau unterwegs ist, um für das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ zu werben.

Unterschriftenstand in der Murnauer Fußgängerzone: Blickfang ist das 3 PS starke „Bienenrettungsmobil“ APE, das derzeit in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau unterwegs ist, um für das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ zu werben.

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