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Termin

Podiumsdiskussion: Nationalpark Ammergebirge – Vision oder Illusion?

ÖDP Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

22.10.2013
21:00 - 23:00
Farchant, Gasthof Alter Wirt

Malerische Landschaften mit Seen, Murnauer Moos, voralpinen Hügeln und gewaltigen Felsmassiven kennzeichnen unsere Heimat. Gerade aufgrund seiner Naturschönheiten ist der Landkreis Garmisch-Partenkirchen aber auch stark vom Tourismus abhängig. Könnte ein Nationalpark Ammergebirge eine wichtige Maßnahme zur Bewahrung der Naturschönheiten sein, gleichzeitig aber auch Kernbestandteil eines nachhaltigen, naturverträglichen Wirtschaftskonzepts? Auf Einladung des hiesigen ÖDP-Kreisverbands diskutieren am 22. Oktober 2013 hochkarätige Experten in Farchant über Vor- und Nachteile eines Nationalparks.

Jedes Jahr wird in Bayern eine Fläche so groß wie der Chiemsee versiegelt, also in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt; jedes Jahr sterben zudem zahlreiche Tier- und Pflanzenarten aus. Neben der ökologischen Herausforderung stellt sich für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen aber auch die Frage wirtschaftlicher Weichenstellungen für die nächsten Jahrzehnte. Insbesondere aufgrund von Klimaänderungen wird der Wintertourismus in Zukunft eine geringere wirtschaftliche Bedeutung spielen; daran werden wohl auch mögliche Mega-Events, etwa Olympische Winterspiele im Jahr 2022, nichts ändern.

Die Initiatoren der Idee eines „Nationalparks Ammergebirge“ schlagen vor, auf einer Größe von 230 Quadratkilometern zwischen Lech und Loisach das größte Vorkommen alpinen Bergmischwaldes in Deutschland unter Schutz zu stellen. Könnte dieser Nationalpark eine nachhaltige Antwort auf Versiegelung und Artensterben sein? Könnte er eventuell auch ein wichtiger Baustein für einen nachhaltigen, qualitätsorientierten Naturtourismus sein? Bei einer Podiumsdiskussion mit kompetenten Referenten soll die Idee eines möglichen Nationalparks vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden. Dabei geht es u. a. darum, wie ein „Nationalpark Ammergebirge“ konkret aussehen könnte und welche Vor- und Nachteile er für Menschen, Tiere und Pflanzen hätte. Eine Kernfrage wird dabei sein, ob der bestehende Schutzstatus des Gebietes ausreicht und ob ein Nationalpark eventuell mit der Idee nachhaltiger Forstwirtschaft konkurrieren würde.

Als Referenten haben zugesagt:

  • Hubert Endhardt, 1. Vorsitzender des Fördervereins Nationalpark Ammergebirge e.V.
  • Dr. rer. nat. Hans Ehrhardt, Fachbeirat des Fördervereins Nationalpark Ammergebirge e.V.
  • Martin Kainz, Abteilungsleiter Bereich Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim
  • Markus Hildebrandt, Abteilungsleiter Bereich Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. 

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